H-WURF
Woche 2
Unsere zweite Woche hat mit einem Streit zwischen mir und meiner geliebten Gerda angefangen, die sich kurzzeitig dazu entschlossen hat auf Durchzug zu stellen und gar nichts mehr zu machen. Gut, lässt sie eine Nacht drüber schlafen, habe ich mir gedacht, morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Tja, gerade in dieser Nacht hätte ich ihre Unterstützung sehr gut gebrauchen können.
"Meine geliebte Gerda, ich habe das gestern nicht so gemeint, ehrlich", habe ich dann in der Früh zu ihr gesagt, doch sie hat mich nur angeschrien. Die ganze Zeit. Man kann ja auch nicht normal mit ihr diskutieren. Also von "Bitte mein Schatz tu mir nur diesen einen Gefallen" bis hin zu "Wenn du nicht sofort machst, was ich will, ersetze ich dich durch ein neueres, besseres Modell" hat es genau eine halbe Stunde gedauert. Jedenfalls, habe ich mich dann wieder entschuldigt, sie sich auch und jetzt funktioniert unsere Beziehung wieder.
Aber es war ja nicht nur der Streit zwischen Gerda und mir sondern, vor allem haben sich die Babys weiterentwickelt. Von kleinen Seerobben haben sie sich nun zu vier kleinen Babytriceratops entwickelt, die anscheinend bei der Silvesterparty ein wenig zu tief ins Glas geschaut haben. Ich will ihnen ja gar nicht unterstellen, dass sie das mit dem Gehen nicht ernst nehmen, aber es sieht momentan noch sehr wackelig aus. Dann bleiben sie stehen und sehen mich mit einem Blick an, der mir sagt "Glaub uns, wir haben das voll unter Kontrolle. Wir müssen nur auch mal Pause machen."
Achja, die ersten Bellversuche werden auch unternommen. Vier kleine Mini-Lautsprecher, die versuchen, die Welt zu verkünden, dass sie existieren. Momentan klingt es eher wie ein defektes Mixtape aus „Miau“, „Piep“ und „Ach du meine Güte, wer hat das Licht angemacht?“. Jeder Bellversuch endet garantiert mit einem Kopfnicken in meine Richtung, als ob sie sagen: „Hast du das gehört? Ich glaube, das war ein richtiges Bellen!“
Der H-Wurf ist Komik pur und ich liebe jeden winzigen, wackeligen, bellenden, selbsterschreckenden Moment.
H wie „Hättest du doch Nein gesagt“
Es ist mitten in der Nacht. Die Nacht liegt wie ein Mantel über der Welt und lässt ihrer Fantasie in den Träumen der Menschen ihren freien lauf. Um zu träumen muss man schlafen. Das tat ich nicht. Und natürlich auch nicht der H-Wurf – liebevoll auch bekannt als H wie Höllenlärm, Hyperaktiv und Haben-wir-dir-nicht-genug-abverlangt?
Ich habe aus dem G-Wurf nichts gelernt. Gar nichts. Ich dachte naiv: „Ach, beim nächsten Wurf bist du routiniert. Entspannt. Souverän.“ HAHAHAHA. Nein.
Ich bin jetzt nicht mehr einfach übermüdet, nein DAS wäre ein Anfängerfehler, ich bin beruflich verwirrt. Mein Körper weiß nicht mehr, ob es Nacht oder Tag ist. Mein Gehirn arbeitet nur noch mit Autokorrekturfehlern. Wenn mich jemand fragt, wie viele Welpen es sind, antworte ich: „Ja.“ Dem Postboten habe ich neulich eine Gute Nacht gewünscht - es war gerade mal 10:30 Uhr.
Ich sitze wieder in meinem Bademantel (der inzwischen mehr Welpenmilch als Stoff ist), bewaffnet mit Taschenlampe und Feuchttüchern. Ich sortiere Welpen wie Socken: „Du hast gegessen. Du hast gegessen. Du hast geschrien, obwohl du gegessen hast. Und du… du bist einfach laut.“
Natürlich ist auch diesmal Stille verdächtig. Stille bedeutet:
A) Jemand steckt fest
B) Jemand liegt falsch
C) Jemand plant emotionalen Terror
D) Alles gleichzeitig
Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an Gerda, oder? Gerda, meine Kaffemaschine, ist noch da. Mittlerweile denke ich aber, dass sie mehr als nur meine Kaffeemaschine ist, sie ist mehr meine Konstante, ich würde sogar soweit gehen und sagen sie ist meine Seelenverwandte.
Unsere Beziehung hat sich vertieft, ich rede sehr viel mit ihr. Sätze wie: „Gerda, bitte… nur noch eine Tasse…“ Gerda ist eher schweigsam, macht aber immer das was ich von ihr möchte.
Tagsüber verschwimmt alles. Ich google Dinge wie: „Warum schreit mein Welpe mich persönlich an?“ „Kann man Schlaf nachholen oder ist der für immer weg?“ „Ab wann gilt eine Kaffeemaschine als Familienmitglied?“
Fazit:
Ich bin müde.
Ich bin koffeintechnisch nicht mehr haftbar.
Ich habe es besser gewusst und trotzdem wieder Ja gesagt.
Und irgendwo zwischen Welpenmilch, Bademantel und Gerda weiß ich: Wenn der nächste Wurf kommt, nenne ich ihn I – wie „Ich brauch Hilfe“.
Unser Weihnachtswunder
Aus Tasco stolz und Aletheia wahr,
wuchs still ein Traum, so wunderbar.
Am Abend still, am Heiligabend sacht,
am
24.12., in heiliger Nacht.
Die Welt lag ruhig, der Schnee fiel leis,
der erste Hauch von Winterweiß.
Als Flocken tanzten, sanft und sacht,
wurden vier kleine Seelen gebracht.
Die Augen noch zu, im Neugebor’nsein,
gehüllt in Stille, zart und rein.
Zwei fauve Jungen, warm und licht,
wie Kerzenglanz im Dunkel bricht.
Ein fauves Mädchen, sanft und mild,
vom Schnee geküsst, ein Weihnachtsschild.
Ein schwarzes Mädchen, tief und klar,
wie Mitternacht mit Sternenpaar.
Ein Schneeverheißung, leise, neu —
ein Weihnachtswunder, treu und scheu.
Geboren in der stillen Zeit,
ein Wunder voller Ewigkeit.
Wir freuen uns auf unseren H-Wurf zu Weihnachten 2025!
Der Ultraschall hat am 24.11 bestätigt auf was wir sehnsüchtig gewartete haben! Das Date von Tasco und Aletheia am 24. & 25. 10.2025 trägt Früchte und wir dürfen uns auf (hoffentlich) kleine Christkinder freuen!

Da sich Aletheias Läufigkeit verschoben hat, wird unser H-Wurf früher kommen als gedacht! Wir rechnen mit ihrer Läufigkeit im Oktober/November 2025 und hoffen dann auf Babys im Dezember/Jänner. Sie war bei ihrem ersten Wurf (F-Wurf) eine wahre Vorzeigemama und war innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt ihrer Welpen bereits wieder ganz die Alte. Anfragen werden gerne jetzt schon entgegengenommen, es wird vermutlich Aletheias letzter Wurf sein!
Noch dazu dürfen wir uns doppelt freuen, denn das erste Mal, nach bald 10 Jahren Zucht, dürfen wir uns nicht nur auf Welpen in fauve sondern auch in noir freuen!







